Tag 8: Nordkap nach Kirkenes

Heute stand eine klassische Verbindungsetappe auf dem Plan. Wir fuhren nach einer sehr kurzen Nacht in Richtung der russischen Grenze, nach Kirkenes. Da wir ja das Ziel haben, 10 Länder auf der Tour zu durchfahren, sind wir einen Abstecher über Finnland gefahren. Dieser Weg führte uns an einem der größten Seen in Finnland vorbei.

Die Landschaft ähnelte sehr stark der norwegischen oder schwedischen Natur, dennoch war es ein Abenteuer.

In Kirkenes gönnten wir uns auch wieder einen Campingplatz mit warmer Dusche. Gleichzeitig starten wir morgen von hier aus zusammen mit anderen Teams an die Grenze nach Russland. Wir sind gespannt was uns erwarten wird.

Je nachdem wie die Internetverbindung in Russland ist kann es sein, dass wir erst in Tallin einen neuen Beitrag schreiben.

Dennoch gibt es hier noch ein paar Impressionen des Tages.

Tag 7: Tromsö ans Nordkap

Heute steht es nun an, das Nordkap. Beide sind wir gespannt, wie es denn sein wird, so am nördlichsten Ende von Europa. Bis dahin trennen uns aber noch einige hundert Kilometer, daher alles der Reihe nach.

Morgens sind wir wie jeden Tag gestartet. Auf der E6 nach Norden ging es dann über einen Pass. Mit noch reichlich Schnee an den Seiten und einer atemberaubenden Aussicht auf, wer hätte es gedacht, einen Fjord. Hier hatten wir aber zum ersten die Chance einen Blick auf die Barentssee zu werfen. Lange waren wir  auch nicht alleine, bis sich weitere Teams zu uns gesellten, um eine kleine Pause zu machen. So wirklich alleine ist man hier nie.

Gegen später bot sich uns noch einmal die Möglichkeit einen kleinen Fjord, mit unaussprechlichem Namen zu umrunden. Diese kleine Nebenstraße, führte uns zu Wasserfällen und Sturzbächen, die aus den Bergen ins Tal schossen. In diesem Idyll fühlen nicht nur wir uns wohl, sondern auch die Helfer des Weihnachtsmannes. Auf der Straße kreuzen immer wieder Rentiere unseren Weg und auf dem Weg zum Nordkap wurden es noch mehr. Diese Tiere haben die Ruhe weg. Auch wenn man mit 70km/h an den grasenden Tieren vorbei fährt, bleiben sie einfach stehen, schauen mal verdutzt nach oben und grasen weiter.

Nach weiteren Kilometern kam dann der Abzweig ans Nordkap. Voller Vorfreude durchfuhren wir kleine Fischerdörfer, Buchten, Klippenstraßen und Tunnel. Und einer dieser Tunnel war einzigartig. Der Nordkaptunnel ist 6,8km lang durch den Stein getrieben und an seiner tiefsten Stelle 220m unter dem Wasserspiegel. Die Steigung im Tunnel zwang uns ordentlich zurück zu schalten, was wir so noch selten wirklich mussten. Da der Tunnel auch die einzige Landverbindung ist, begegnen sich hier Schwerlastverkehr, Wohnmobile und Radfahrer. Ja Radfahrer die im Tunnel schieben müssen, da es einfach zu steil ist. Sachen gibt’s.

Auf der letzten Insel angekommen fuhren wir bis an den Eingang des Nordkaps um es mal aus der Ferne zu sehen. Danach drehten wir um und stellten uns auf einen Parkplatz und kochten uns was. Da wir durch die Rally auf das Gelände durften, nach dem das Besucherzentrum geschlossen ist, entschlossen wir uns kurz davor alles anzusehen, um danach mit dem Auto so weit nördlich zu stehen wie es nur geht. In der Nacht um 2 (Nacht ist etwas übertrieben, denn es war so hell wie den ganzen Tag schon) war es dann endlich soweit, wir standen vor dem Globus und konnten unser Bild machen. Wie der  Zufall es so will trafen wir davor zwei Jungs aus Mainz, die unsere Sache so cool fanden, dass sie uns mit Ihrer Drohne noch ein paar starke Bilder aus der Luft schossen. Nochmal ein dickes Dankeschön an Jens und Thorsten, schaut doch auch mal bei ihnen auf der Facebookseite https://www.facebook.com/gypsyjeffred/ vorbei, die beiden sind gerade auf einer Europatour.

Das geschaffte Ziel feierten wir noch mit ein paar Bier im Knut, bei molligen 20° und schrieben unsere Postkarten, bis wir erschöpft ins Bett fielen um ein paar Stunden später in Richtung Finnland und russischer Grenze zu starten.

Tag 6: Hov nach Tromsö

Am Morgen starteten wir in Richtung Nordkap. Als eigentliches Etappenziel stand Tromsö auf dem Plan, wir entschieden uns jedoch lieber ein paar kleine Fjordstraßen mehr zu fahren und dann gleich auf der E6 in Richtung Nordkap zu bleiben. Dadurch haben wir morgen einen etwas ruhigeren Tag vor uns.

Die Route heute glänzte wieder mit atemberaubenden Aussichten über die Fjorde, aber auch mit Bergpanorama vom Feinsten. Die gesamten Bergspitzen sind hier noch mit jeder Menge Schnee bedeckt und da heute wieder traumhaftes Wetter herrschte, gab es eine beeindruckende Fernsicht.

Unser Ziel heute war dann ein kleiner Campingplatz in Kåfjordbotn vor einem imposanten Bergmassiv. Da wir heute auch etwas früher aufhörten zu fahren holten wir unseren Grill heraus und grillten unseren fangfrischen Fjordlachs. Wir probierten auch unser Smoker Kit von Napoleon aus und aromatisierten den Lachs mit Rauch vom Kirschholz. Es war sehr lecker, mit vollen Mägen und frisch geduscht gehen wir langsam schlafen um morgen das Nordkap zu erreichen.

Tag 5: Bodö nach Hov

Schon ein doofes Gefühl, wenn der Wecker um 5 Uhr klingelt und das im Urlaub, aber was muss das muss. Unsere Fähre ging dann leider nicht ganz pünktlich in Richtung der Lofoten, aber was ist schon so eine Stunde Verspätung. Die Fahrt war nicht sonderlich spannend, da wir die meiste Zeit eh schliefen. Am äußersten Zipfel der Lofoten angekommen starteten wir unsere Entdeckungstour. Wir hatten an diesem Tag genügend Zeit, da es nur nach Hov ging zur Mitsommerparty am Strand.

Die gesamten Eindrücke hier zu beschreiben ist unmöglich. Angefangen vom Wetter waren die Lofoten eine Wundertüte ohne Gleichen. Nach jedem Tunnel oder einer Landspitze, die wir umfuhren hat sich das Wetter geändert. Von strahlendem Sonnenschein bis zu Platzregen war alles dabei. Wir nutzten die Zeit und erkundeten viele kleine Straßen, die auf der Karte als Sackgasse beschrieben war oder die Insel umrundete. Meistens führten uns die Straßen an weiße Sandstrände mit glasklarem Wasser und einer atemberaubenden Aussicht. Die Auswahl der Bilder war sehr schwierig und alle können wir leider nicht zeigen.

Gegen Spätnachmittag steuerten wir dann den Campingplatz an, auf dem die Party stattfand. Hier sammelten sich fast alle der 250 Teams um einen netten Abend zusammen zu verbringen. Es hatte auch jedes Team genügend Geschichten zu erzählen, was die letzten Tage alles passierte. Gegen kurz vor 12 entzündeten wir unser Lagerfeuer und gingen noch eine Runde schwimmen, bei leichter Bewölkung war die Sonne noch deutlich am Horizont zu erkennen. Es war ein gelungener Abend mit der einzigartigen Erfahrung der Mitternachtssonne. Ein unvergessliches Erlebnis.

Tag 4: Strömsund nach Bodö

Auf der heutigen Etappe ging es nach Bodö, wo wir mit der Fähre auf die Lofoten übersetzen wollen. Der Start verlief nach einer doch recht kurzen Nacht etwas langsamer als sonst. Nach einigen Kilometern durch Wald, entschlossen wir uns auf eine Nebenstraße auszuweichen um noch ein bisschen durch die Walachei zu düsen.

Die Straße entpuppte sich als Schotterpiste, die idyllisch an einem See entlang ging. Die Abgeschiedenheit hat sich gelohnt, denn eine Elchkuh lief uns direkt vor die Linse. Nach einiger Zeit ging es dann wieder auf die Schnellstraße in Richtung Nordpolarkreis. Kurz vor dem Grenzübertritt nach Norwegen veränderte sich die Landschaft immer stärker und wir hatten nicht immer nur Wald um uns herum. Beeindruckend war ein noch mit Eis bedeckter See im Juni und die sich immer weiter zurückzeihenden Schneefelder, die reißende Bäche aus Schmelzwasser bildeten. Es war eine sehr aufregende Fahrt mit ständig wechselnder Landschaft und dem klaren Highlight: der Überquerung des Nordpolarkreises.

Hier fanden sich auch einige Teams zusammen, bis es für alle weiter Richtung Lofoten ging. Nach einer kurzen Strecke auf der Schnellstraße ging es dann wieder etwas weg von der Fernstraße, auf kleinen Sträßchen die sich entlang eines Fjords nach Bodö schlängelten.

 

In Bodö übernachten wir heute am Hafen und setzen morgen früh mit der Fähre über.

Tag 3: Örebro nach Strömsund

Wir machten uns früh morgens auf den Weg nach Strömsund. Auf dieser Etappe galt es Strecke zu machen, da wir am Mittwoch um 6 Uhr die Fähre nehmen, um auf die Lofoten zu kommen.

Auf der Tour stellten wir schnell fest, dass es in Schweden verdammt viele lange gerade Straßen gibt und noch mehr Wald.

Bei der Tagesaufgabe trafen wir ein Team aus Hamburg. Nach dem die Challenge gelöst war, verabredeten wir uns auf einem Campingplatz hinter Strömsund, um gemeinsam noch ein Bierchen zu trinken. Da es ja in Norwegen klare Einfuhrbeschränkungen für Alkohol gibt, ist aus dem einen Bierchen ein kleines Fest geworden, bei dem die Alkoholmenge in unsrem Auto auf ein legales Maß getrunken wurde.

Mit der nötigen Bettschwere ging es dann im hellen ins Bett, die Uhr zeigte aber deutlich nach 12 Uhr. Ein sehr komisches Gefühl und eine neue Erfahrung.

Tag 2: Käseberger nach Örebro

Nach einer kurzen, aber sehr bequemen Nacht in unserem Knut zeigte sich am Morgen das ganze Potential unserer klappbaren Außenwand. Nach dem Öffnen hatten wir einen genialen Blick auf die Ostsee. Da schmeckte der morgentliche Kaffee gleich doppelt gut.

Heute galt es viele Kilometer in Richtung Norden zu absolvieren. Doch davor besuchten wir noch Kristianstad. Die Straßen führten uns durch endlose Wälder, saftige Wiesen und an vielen Seen vorbei.

Das Ziel war es so weit in Richtung Norden zu kommen wie möglich. Nach über 600km suchten wir uns dann ein einsames Plätzchen im Wald, da wir am See keines finden konnten. Hier zeigte sich, dass unsere kleine Außendusche mega gut ist. Frisch geduscht und mit vollen Mägen geht es nun ins Bett, da wir morgen wieder ein gutes Stück näher an den Polarkreis kommen. Die Mitternachtssonne wird auch immer deutlicher wir haben es nun kurz vor 23 Uhr und es ist noch hell draußen. Nun ja dann machen wir die Rollos runter.

Wildcamping im Wald mal was anderes

Tag 1 Hamburg Käseberger

Wir sind auf unsere Reise gestartet. Bevor wir aber über unseren ersten Tag berichten wollen wir noch kurz unsere Anreise nach Hamburg aufarbeiten. Nachdem wir am Donnerstag frohen Mutes in Richtung Dortmund, mit einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt aufgebrochen sind, freuten wir uns auf die Reise. Leider gab es in Dortmund dann die erste böse Überraschung. Ein schleichender Plattfuss vorne links. Nach dem wir keinen Fremdkörper im Gummi fanden hatten wir das Ventil im Verdacht. Wir suchten auch mehrere Reifenhändler auf, der uns das Rad durchprüfte und nach einem Ventilwechsel auch kein weiteren Luftverlust mehr feststellen konnte.

Der Start im Hamburg war sehr cool. Nachdem wir das Auto geparkt hatten wurde unser Knut von vielen Zuschauern begutachtet und für extrem geil befunden. Und ja das macht schon ein kleines bisschen stolz.

Nach dem Start ging es dann auch gleich los Richtung Dänemark. Da wir am ersten Tag noch Autobahnen verwenden durften, kamen wir gut voran und standen sehr schnell am Fährhafen. Hier erhielten wir doch glatt die Polepositon für unsere Fähre. In Dänemark angekommen flitzten wir geschwind über die Öresund Brücke nach Schweden, dort galt es dann die erste Tageschallenge zu erledigen. An einem alten Wikinger Kalender mussten wir ein Ritual durchführen um böse Geister zu vertreiben. Alles kein Problem und nach einem kurzen Stopp ging es dann an die Suche nach einem Nachtlager. Hier hatten wir ein glückliches Händchen und fanden einen kleinen Parkplatz direkt am Meer. Es gesellten sich noch zwei weitere Teams zu uns und wir hatten einen schönen Abend.

So jetzt geht es aber ins Bett da morgen die nächste Etappe ansteht.

 

Es geht looooos!

Es ist soweit wir fahren Richtung Hamburg. Nach 6 Monaten umbauen und werkeln können wir endlich mit unserem knut auf große Reise gehen. Nochmal vielen Dank an alle die uns geholfen haben uns etwas gespendet haben und uns in dieser Zeit begleitet haben.

Wir sind schon mal super verabschiedet worden. Jetzt liegen ca 10000km vor uns.

Es kann losgehen!!!

Nach über einem halben Jahr, stehen wir nun vor unserem fahrbereiten Knut. Nach allen Rückschlägen, rauchenden Köpfen, kleineren Auseinandersetzungen, Nachtschichten und langen Wochenenden haben wir es geschafft und unser Knut ist fertig für die Fahrt.

Nun aber ein kleiner Rückblick auf die vergangene Woche, die es nochmal in sich hatte. Hauptsächlich galt es die Elektrik abzuschließen und im vorderen Bereich den Dachhimmel mit den Boxen zu montieren. Hier mussten wir nochmal die letzten Kräfte mobilisieren und man kann sagen es hat sich gelohnt. Endlich haben wir Musik im Auto.

Als weiteres Highlight kamen unsere Polster zurück mit unseren Überzügen. Hier nochmal ein dickes fettes Dankeschön an die fleißigen Helfer, die uns die Polster genäht haben. Wir können zwar allerhand mit dem Akkuschrauber, aber eine Nähmaschine???

Eine große Verwandlung stand am Sonntag bei bestem Wetter auf dem Plan, das Bekleben unseres Knuts. Auch wenn wir uns in Photoshop schon ein Bild zurecht gedreht hatten, wie unser Knut mit all den Klebern aussehen wird, staunten wir nicht schlecht wie er jetzt mit Startnummer und Logos wirkt. Wir stellten auch schon fest, dass Knut jetzt richtig auffällt, bei unserem Fotoshooting wunderten sich zwei Spaziergänger, ob die Feuerwehr jetzt schon Werbung fährt. Wir klärten alles auf und bekamen positiven Zuspruch zu dem was wir geleistet haben.

Heute gibt es auch wieder ein kleines Timelapse vom Sonntag, wie sich unser Knut verwandelt hat.

Jetzt stehen nur noch kleinere Tätigkeiten auf dem Plan bevor es am Donnerstag los geht in Richtung Hamburg mit einem Zwischenstopp.

Davor gilt es aber noch ein paar kleine Dinge mit der Zulassungsstelle zu klären, da es hier letzte Woche bei dem Versuch internationale Fahrzeugpapiere zu bekommen kleinere Probleme gab, die uns den Freitag über beschäftigten. Wir schauen aber positiv in die Zukunft und werden morgen alle Probleme aus der Welt schaffen.