Fehmarn wir kommen

Am Morgen bemerkten wir, dass unser Schlafplatz direkt in der Einflugschneise des Flughafens von Stockholm lag. Zum Glück hörte man die Jumbos durch unsere Standheizung nicht. Nach dem Frühstück ging es auch schon los und zwar mit einer kleinen Ehrenrunde, da wir unseren Kaffeekocher am Schlafplatz vergessen hatten, aber egal.

Die Route heute ging bis nach Tingsryd auf einen Campingplatz direkt am See. Auf dem Weg dorthin stoppten wir aber noch kurz in Vimmerby im Motocross Museum eines privaten Sammlers. Auch für einen nicht Motorradfahrer war es sehr eindrucksvoll, wie viele Maschinen aus unterschiedlichen Epochen sich dort in perfektem Zustand befanden. Nach dem Schneechaos von gestern freuten wir uns über halbwegs geräumte Straßen und waren doch überrascht wie weit der Schnee in den Süden reicht. Auf dem Campingplatz duschten wir erst einmal ausgiebig und gingen nach dem Essen schlafen.

Am Folgetag stand ein Besuch auf dem Autofriedhof bei Ryd an. Bei der BSC fuhren wir zum falschen Ryd und konnten diesen Platz nicht sehen, daher stand er heute auf dem Plan. Im Wald angekommen stellten wir schnell fest dass es echt gut war den Platz erst heute zu besuchen, da wir die Einzigen waren und das Ganze in aller Ruhe genießen konnten. In diesem Waldstück stehen ca. 150 Karossen die langsam verrotten. Ein Schwede hat hier eine Art Schrottplatz angefangen und die Autos als Ersatzteilspender benutzt. Die Autos sind unterschiedlich stark verrottet und demontiert. Deutlich wird nur, dass der Kabelbaum am Zündschloss das Teil ist, das am längsten braucht um zu verrotten. Mit der tiefstehenden Sonne, die durch die Bäume strahlte, entstand auch eine sehr coole Stimmung.

Nach diesem Besuch ging es dann direkt nach Malmö und über die Öresundbrücke nach Dänemark. Von hier fuhren wir auf direktem Weg nach Rodby zur Fähre nach Fehmarn und da sind wir wieder auf dem gleichen Stellplatz wie am ersten Abend der Reise. Morgen steht nun die letzte Etappe, die Fahrt durch Deutschland, auf dem Plan. Wir sind gespannt, ob wir jetzt, am letzten Tag, noch unsere Schneeketten brauchen und wie es bei Schneefall in „good old germany“ zugeht. Wie es richtig geht haben wir ja die letzten Wochen gesehen.

Nun aber auf in die Stadt und einen leckeren Burger essen und ein paar bezahlbare Bier trinken.

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