Tag 15: Jurbarkas nach Stettin

Nach einer weiteren Nacht am Waldrand stand die vorletzte Etappe auf dem Plan. Ganz klares Ziel, so nah wie möglich an die deutsche Grenze zu kommen, um es morgen, bei der letzten Etappe, nicht mehr so weit zu haben.

Stimmung am Morgen

 

Also ging es früh los und wir umfuhren ganz schlicht Kaliningrad, bei den Straßenverhältnissen gab es von allem etwas. Die kleinen Örtchen die wir durchfuhren boten uns immer neue Ausblicke. Gut die Einwohner schauten schon immer etwas blöd, als wir mit unserem Knut durch Ihren Ort tuckerten, aber was soll man machen. Was uns schon länger auffiel und was sich in Polen nicht wirklich änderte, es gibt hier wahnsinnig viele Störche, die ihre Jungen aufziehen. Es ist fast unmöglich einen Hof zu finden der kein Storchennest hat.

Die Grenzüberfahrt war, wie erwartet, sehr unspektakulär, wie es in der EU ja üblich ist. Danach folgte dann aber ein absolutes Highlight auf dieser Etappe. In Polen fand heute der Lauf zur WRC statt und uns kamen auf der Verbindungsetappe die ganzen Boliden entgegen. Es war sowohl für unsere Ohren, als auch für die Augen eine wahre Freude. Cool war auch, dass wir den Führenden am zweiten Tag im Vorbeifahren fotografieren konnten, den Belgier Thierry Neuville. Wir überlegten kurzzeitig uns an eine Wertungsprüfung zu stellen und uns das Spektakel kurz anzusehen. Dies hätte aber zur Folge, dass wir die ganze Nacht durchfahren müssten für einen pünktlichen Zieleinlauf. Also siegte die Vernunft und es ging weiter.

Als Zwischenziel stand heute Marienburg auf dem Plan, dort wollten wir die alte Festung besichtigen. Am Parkplatz angekommen mussten wir aber feststellen, dass man nur mit Ticket in die Festung kommt und auch der Parkplatz nicht ganz günstig ist. Für die wenige Zeit die wir nur hatten stand das alles nicht im Verhältnis, also gab es ein kurzes Erinnerungsfoto und dann zurück auf die Bahn.

Festung in Marienburg

Wir wählten die Strecke Richtung Stettin, um morgen zügig auf die Autobahn zu kommen, die am letzten Tag wieder erlaubt ist. Nach 12 Stunden Fahrt kamen wir in Stettin am Campingplatz an und waren leicht erledigt. Die gesamte Strecke heute waren über 800km. Was so ein „kleiner“ Umweg doch für Folgen hat… Es hat sich aber gelohnt, in Litauen und Polen hatten wir lange gutes Wetter und konnten die Landschaft genießen.

Unser letzter Stellplatz
Es gibt wieder eine neue Pflanze

In Marienburg trafen wir ein Team, das gestern zur gleichen Zeit an der Grenze stand. Zum einen waren sie nicht wirklich schneller und von Kaliningrad hatten sie auch nicht viel gesehen, da es die ganze Zeit geschüttet hat. Also haben wir alles richtig gemacht.

Jetzt gibt es noch ein Bier und dann ab ins Bett.

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